Dufourspitze (4634m)

Wüste aus Fels und Eis

Karte Swisstopo Nr. 284S Mischabel 1:50000

Anfahrt Bern - Visp - Täsch - Zermatt

Ausgangspunkt Zermatt 1610m

Zustieg Mit der Gornergrat-Bahn fahren wir bis zur Station Rotenboden, sodass wir noch ein bisschen Zermatt pur geniessen können. Von der Station (2815m) fahren wir südwärts einige Meter ab und queren hinter dem Rücken nach Osten, um auf den Sommerweg zu gelangen. Dieser schneidet die abschüssige Südflanke des Gornergrats in stetem Auf und Ab bis auf eine grosse Terasse. Dahinter gelangen wir auf den Gornergletscher, in einem Rechtsbogen folgen wir dem Gletscher abwärts zu einem Felsband, welches wir wiederum auf dem Sommerweg überwinden. Nun folgt eine letzte Anbfahrt auf den Grund der Gletscherzunge (ca. 2500m). Wir überqueren den Bach und den Gletsccher nach Süden. Dort wo der Gletscher wieder ansteigt steigen wir links einen Felsrücken hoch, über welchen wir nach drei Stunden die neue Monte Rosa-Hütte auf 2883m erreichen.
Nachdem wir in der wahrscheinlich angesagtesten Hütte der Schweiz keinen Platz mehr bekommen haben, entscheiden wir uns für den Mini-Expeditionsstil und steigen noch weiter hoch über eine Felsstufe bis zum Plateau, welches der Monte Rosagletscher freigegeben hat. Am oberen linken Ende finden wir auf 3303m einen einladenenden Platz für unser vorgeschobenes "Basesamp".
4h 900hm

Monte Roas mit der Dufourspitze in Bildmitte
Die neue und überfüllte Monte Rosa-Hütte lassen wir schon am ersten Tag hinter uns.
Damit wir gut schlafen

Wir verlassen die Zelte zu ungemütlicher Uhrzeit und steigen den sanften, aber schon zerfurchten Gletscherrücken in einem weiten Linksbogen hoch, um noch südlich der Felsen (P.3506m) über einen steileren Hang Höhe zu gewinnen. Weiter hoch in angenehmer Steigung bis auf ca. 3900m, wo wir in das Gletscherbecken nach Osten durchqueren. Nun eine steile Serac-Zone zwischen Nordend und Dufourspitze hoch, an dessen Ende uns eine Querspalte erwartet, die mit etwas Glück über eine Brücke oder allenfalls über die steile Flanke des Nordends überwunden werden kann. Danach sind es nur mehr wenige Meter bis zum Silbersattel (4515m). Hier steigen wir mit Steigeisen und eventuell Pickel bewaffnet in die Nordverscheidung ein. Ein dickes Tau dient als Steighilfe. Im unteren IIIer-Gelände geht es durch vereisten Fels auf den Grat. Eine luftige Traversierung bringt uns über einen Gratkopf zum Hauptgipfel der Dufourspitze (4634m), dem höchsten Punkt der Schweiz.

Abfahrt wie Aufstieg. Unterhalb der Serac-Zone können wir in den Nordhängen noch etwas Pulver geniessen, um dann rechtzeitig ober 3500m wieder auf die Aufstiegsspur und zu den Zelten zu queren.

Aufstiegszeit 5-6h 1330hm | +400hm Gegenanstieg zur Station Rotenboden

Noch ein bisschen alpinistische Akrobatik, bevor wir uns endlich die Skier anschnallen und den vermutlich letzten Pulver der Saison geniessen können

fotos 05|05|13 © gustavosteffens | barbarakinigader | philliprainer | michaeldellantonio